AStA-PM: Das IvI muss erhalten bleiben! – AStA erneuert scharfe Kritik am Verhalten der Uni-Leitung

Wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 6. März zu entnehmen ist, soll der Kettenhofweg 130 im Sommer in das Eigentum der Franconofurt AG übergehen. Aktuell befindet sich dort das Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI), ein seit 2003 von Studierenden und weiteren Akteuren besetztes und für wissenschaftliche Theoriearbeit und diverse Kulturprojekte genutztes Haus.
„Das Präsidium der Universität ist nicht gewillt in der Angelegenheit offen mit seinen Studierenden und den Aktiven im IvI zu kommunizieren. Es ist unglaublich, dass wir aus der Presse erfahren mussten, an wen das Haus verkauft wird“, ärgert sich Maximilian Pichl, AStA-Referent für Studienbedingungen. „Die undemokratische Politik des Präsidiums um Werner Müller-Esterl geht damit in eine neue Runde: Etliche Male baten wir zuletzt um Informationen, es wurde sich dumm gestellt.“
„Perfide wird der Verkauf und die geplante Umnutzung des Gebäudes gerechtfertigt. Die Leitung der Universität argumentiert mit den notwendigen Einnahmen zugunsten der Bauten auf einem neuen Campus, zeitgleich wird der endgültige Kaufpreis des von der Universitätsleitung ungeliebten Objektes nicht veröffentlicht. Die in Verruf geratene Franconofurt AG erwägt angeblich die Einrichtung einer Kindertagesstätte, womöglich um gleich nach dem IvI die Untauglichkeit der Räumlichkeit zu erklären“, bewertet David Malcharczyk, Referent für Politische Bildung, die Lage. „Es wirkt, als ob es sich um ein abgekartetes Spiel und koordiniertes Marketing zwischen Uni-Präsidium und dem Investor handelt. Ein öffentliches Gebäude wurde veräußert, ohne zumindest zuvor den NutzerInnen einen Vermittlungsvorschlag oder auch ein Kaufangebot zu unterbreiten. Es
ist für Spekulationsgeschäfte feilgeboten worden, kaum in einer gesellschaftlich relevanten Absicht.“
„Wer das neue Studierendenhaus am Campus IG Farben im Westend als Ausweichort des IvI ins Gespräch bringt, beweist nur Unkenntnis über die Situation“, erläutert Florian Muhs, Referent für Studienbedingungen: „Die Räume des Studierendenhauses, dessen Spatenstich noch fern ist, sind schon jetzt verplant. Zudem ist es – wie der Name schon sagt – primär Studierenden vorbehalten und ermöglicht eine funktionierende studentische Selbstverwaltung. Das IvI hingegen ist ein Ort des umfassenden Zusammenlebens von Studierenden wie auch Anderen mit Engagement und Sorge um Kritisches Denken. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass das IvI im Kettenhofweg 130 besteht: Kritisches Denken braucht Zeit und Raum!“

Hierzu auch ein Artikel der Frankfurter Rundschau:

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Solidarität mit dem IvI! Freiräume erhalten!

Wie berichtet, soll das Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI) im Kettenhofweg 130 verkauft werden. Die Existenz des Instituts ist damit direkt bedroht. Nun wehren sich die Nutzer_innen des IvI und der AStA gegen den drohenden Verkauf und die Abschaffung studentischer (Gegen-)Kultur an der Universität.

Wir solidarisieren uns mit dem Institut und rufen dazu auf, sich an der E-Petition für den Erhalt des IvI zu beteiligen.

Kritisches Denken braucht – und nimmt sich – Zeit und Raum!

 

AStA-PM: Kettenhofweg 130 wird verkauft – Skandalöses Kommunikationsverhalten des Präsidiums

Wie das Präsidium der Goethe-Universität auf der heutigen Senatssitzung mitteilte, laufen aktuell weit fortgeschrittene Verhandlungen über einen Verkauf des ehemaligen Instituts für Anglistik im Kettenhofweg 130. Über den Namen des Käufers sowie Inhalte eines Kaufvertrages wollte das Präsidium keine Auskunft geben. Auch über den im Raum stehenden Kaufpreis schwieg sich das Präsidium aus. Es habe allerdings schon mehrere Gespräche mit einem potenziellen Käufer sowie Finanzminister Schäfer und Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann gegeben.

Studierende hatten das Gebäude im Jahr 2003 besetzt und das Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI) gegründet. Es bietet Raum für kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen, die im normalen Uni-Betrieb keinen Platz (mehr) finden. Das IvI hat daher einen enorm hohen Stellenwert für die Studierendenschaft, um der Verdrängung kritischer Wissenschaften an der Universität etwas entgegenzusetzen.

Der AStA zeigt sich entsetzt über die aktuellen Entwicklungen. „Das Kommunikationsverhalten des Präsidiums zu dem geplanten Verkauf ist ein absoluter Skandal!“, meint Florian Muhs, Referent für Studienbedinungen des AStA. „Auf dem Jour Fixe mit dem Präsidenten am Montag wurde explizit nach der Situation des Gebäudes gefragt. Dort erhielten die Vertreter_innen des AStA keine Antwort.“ Es stelle sich die Frage, wieso weder die Nutzer_innen des Gebäudes noch die Studierendenschaft über einen geplanten Verkauf frühzeitig informiert worden sind.

Der AStA fordert das Präsidium auf, den Fortbestand des Instituts sicherzustellen. „Die Universität muss sich dafür einsetzen, dass sich engagierte Studierende in Frankfurter Tradition selbstbestimmt mit kritischen Wissenschaften im Allgemeinen und speziell auch der Kritischen Theorie auseinandersetzen können,“ sagt Muhs weiter.

Der AStA solidarisiert sich mit den Nutzer_innen des Instituts und wird sie umfassend über die kommenden Entwicklungen informieren.

Unterstützt das TuCa! Für studentische Freiräume am IG-Farben-Campus!

Mit dem Umzug des AfE-Turms an den IG-Farben-Campus ist auch das studentische Turm-Café, gennannt TuCa, in seiner Existenz bedroht. Die Uni möchte ihm im neuen Gebäude keinen Raum geben. Mit einer Unterschriftenaktion wehren sich die Studierenden nun gegen die Wegnahme des Raumes.

Ob es die kurze Entspannung in der Pause zwischen zwei Seminaren ist, das selbstorganisierte Tutorium, die Möglichkeit, bei Kaffee und Mate den Lernstoff in sich rein zu prügeln oder die erholsame Prokrastination: das TuCa stellt für die Studierenden am Turm einen Ort dar, der studentisches Leben in all seiner Vielfalt ermöglicht. Die Selbstverwaltung des Raumes macht es möglich, zumindest ein bisschen Selbstbestimmung in das durch BA/MA verschulte Studileben zu bringen.

Die Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule (FDH) unterstützt die Unterschriftenaktion und fordert die Uni-Leitung auf, studentische Freiräume auf allen Campi zu schaffen und zu fördern. Bildung braucht Zeit und Raum!

Die Unterschriftenlisten findet ihr im TuCa, im AStA, im Café KoZ, im Anna Blume, im Philosoph_innencafé und im IvI.

Vorläufiges Ergebnis der Fachschaftsratswahlen an FB01 und FB03

Die Auszählung der Stimmen zu den Fachschaftsratswahlen ist beendet. Die Sitzverteilung ist noch nicht ganz klar, vorläufig sieht es so aus:

 

Fachbereich 01 (Rechtswissenschaft):

Giraffen/Die Unabhängigen – 216 Stimmen – 3 Sitze (andere Rechnung 4 Sitze)

Juso-Hochschulgruppe – 111 Stimmen – 2 Sitze

Ring Christlich-Demokratischer Studenten – 98 Stimmen – 2 Sitze

Kritische Jurist_innen – 77 Stimmen – 2 Sitze (andere Rechnung 1 Sitz)

Liberale Hochschulgruppe – 18 Stimmen – kein Sitz

 

Fachbereich 03 (Gesellschaftswissenschaften):

Juso-Hochschulgruppe – 220 Stimmen – 3 Sitze

[links] – 178 Stimmen – 2 Sitze

Ökologisch/Links – 108 Stimmen – 2 Sitze

Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule (FDH) – 86 Stimmen – 2 Sitze (andere Rechnung 1 Sitz)

Ring Christlich-Demokratischer Studenten – 47 Stimmen – kein Sitz (andere Rechnung 1 Sitz)

Vorläufiges Wahlergebnis – mit Vorsicht zu genießen…überwältigende Mehrheit für Zivilklausel!

Heute wurden die Wahlzettel für die StuPa-Wahlen 2012 ausgezählt. Aufgrund des etwas komplizierten Sitzverteilungssystems (Sainte-Lague/Schepers-Verfahren) gibt es zwar zum jetzigen Zeitpunkt ein vorläufiges Endergebnis der Sitzverteilung, allerdings kann es noch Änderungen geben. Die absoluten Stimmen stehen allerdings fest. Wir haben erneut unser absolutes Stimmenergebnis verbessert – bei erneut sinkender Wahlbeteiligung (dieses Jahr haben nur 12,33% der Studierenden an der Wahl teilgenommen…).Danke an alle Wähler_innen! Im Folgenden die absoluten Zahlen der einzelnen Hochschulgruppen, die aktuell feststehende Sitzverteilung sowie die Zahlen zur Zivilklausel-Urabstimmung

  • Juso-Hochschulgruppe – 1026 Stimmen – 4 Sitze
  • Piraten an der Uni/Anne-Bonny-Kommitee – 369 Stimmen – 2 Sitze
  • Die Linke.SDS – 147 Stimmen – 1 Sitz
  • Die Flexiblen – 205 Stimmen – 1 Sitz
  • Giraffen/Die Unabhängigen – 543 Stimmen – 2 Sitze
  • attac/indepenten students – 156 Stimmen – 1 Sitz
  • Die Pinguine – 243 Stimmen – 1 Sitz
  • Die Schildkröten – 231 Stimmen – 1 Sitz
  • Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule (FDH) – 257 Stimmen – 1 Sitz
  • Ring Christlich-Demokratischer Studenten – 509 Stimmen – 2 Sitze
  • Bündnis90/Die Grünen Hochschulgruppe – 1063 Stimmen – 5 Sitze
  • Liberale Hochschulgruppe – 300 Stimmen – 1 Sitz
  • Die Bürgerlichen – 45 Stimmen – kein Sitz
  • Wahlbündnis Linke Liste (*sinistra! antagonistische aktion, unlike – unabhängige Linke, ak französische verhältnisse) – 222 Stimmen – 1 Sitz
  • Frankfurter internationale Studierende – 139 Stimmen – 1 Sitz
  • Demokratische Linke Liste – 175 Stimmen – 1 Sitz

Zivilklausel:

  • Ja – 4293 Stimmen – 75,8%
  • Nein – 700 Stimmen – 12,5%
  • Enthaltung – 614 Stimmen – 11,0%
  • ungültig – 40 Stimmen – 0,7%

Im Verhältnis von Ja- zu Nein-Stimmen ergibt sich daher ein Ergebnis von 85,8% für die Einführung einer Zivilklausel an der Uni Frankfurt!