Selbstdarstellung und Wahlprogramm 2013

Die FDH – Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule ist eine Plattform für Studierende, die sich in Fachschaften, Fachgruppen, studentischen Initiativen u.ä. für eine demokratischere und sozialere Hochschule einsetzen. Wir wollen diesen Menschen die Möglichkeit geben, im Studierendenparlament und im AStA Mitbestimmung zu erlangen und ihre Ideen direkt in die zentrale Interessenvertretung der Studierendenschaft einfließen zu lassen. Die Uni wird nach ihrer Umwandlung in eine Stiftung nach Prinzipien und in Strukturen verwaltet, auf die wir als Studierende immer weniger Einfluss haben. Daher ist gerade jetzt eine offene Studierendenvertretung, die sich für mehr Transparenz in hochschulpolitischen Prozessen, eine Demokratisierung der universitären Strukturen und eine Stärkung studentischer Kultur an der Hochschule einsetzt, von Nöten.

 

Im vergangenen Jahr war die FDH das zweite Mal in Folge im AStA vertreten. Mitglieder der FDH waren in den Referaten für Hochschulpolitik, Kultur, Personal und Recht, Kommunikation und Verkehr. Außerdem stellten wir zum ersten Mal einen der beiden Vorstandsposten. Eine Vielzahl von AStA-Projekten konnten wir abschließen oder weiter vorantreiben.

  • In der Auseinandersetzung rund um das Institut für Vergleichende Irrelevanz (IvI) haben wir uns aktiv für den Erhalt des Instituts eingesetzt und versucht, Verhandlungen zwischen Stadt, Universität der Franconofurt AG und dem IvI durchzusetzen. Dies scheiterte bislang leider am Unwillen der Franconofurt AG, in Verhandlungen mit dem Institut zu treten. Wir werden uns weiterhin für den Erhalt des IvI’s sowie aller anderen bedrohten selbstverwalteten studentischen Räume, wie bspw. dem TuCa, einsetzen.
  • In der Kampagne „Mieten? Ja, wat denn?“ haben wir uns als Referent_innen an der Vorbereitung der Aktionswoche sowie an der inhaltlichen Ausgestaltung der Veranstaltungen beteiligt. Auch im nächsten Jahr werden wir Aktionen und Initiativen unterstützen, die sich für eine Verbesserung der Wohnraumproblematik gerade für Studierende einsetzen.
  • Im Kulturreferat haben wir das Sommerfest sowie die Semesterstartparty organisiert und dabei einen besonderen Schwerpunkt auf musikalische Breite und kulturelle Angebote gelegt, um so allen Studierenden abwechslungsreiche Feiern zu bieten. Außerdem veranstalteten wir eine Vielzahl an Konzerten aus einem breiten musikalischen Spektrum und führten die erfolgreiche monatliche Jam-Session im Café KoZ ein.
  • Die Probleme, die mit dem anstehenden Umzug der in Bockenheim angesiedelten Fachbereiche auf den IG-Farben-Campus auftreten, haben wir weiterhin gemeinsam mit den Fachschaften der betroffenen Fachbereiche diskutiert und Proteste der Studierenden unterstützt. Wir werden und weiterhin für akzeptable Lösungen einsetzen, um den erwartbaren Raummangel sowie den Wegfall studentischer Freiräume zu bekämpfen.
  • Wir haben dem im vorangegangenen Jahr ausgehandelten Tarifvertrag zwischen dem AStA und seinen Beschäftigten implementiert sowie in Zusammenarbeit mit dem Personalrat weitere Verbesserungen der Beschäftigungsverhältnisse durchgesetzt.
  • Im Verkehrsreferat haben wir die Erweiterung des Semestertickets auf den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) durchgesetzt. Für 5€ im Semester können Studierende am dem kommenden Semester auch den öffentlichen Nahverkehr in Nordhessen nutzen und beispielsweise in Kombination mit dem Niedersachsenticket für 20€ bis an die Nordsee fahren. Außerdem werden wir testweise für 1,50€ pro Semester das Fahrradleihsystem der Deutschen Bahn einführen. Studierende können dann kostenlos die Fahrräder der Deutschen Bahn nutzen. Dies ist gerade für das Pendeln zwischen den verschiedenen Campi von großem Nutzen.
  • Wir setzen uns weiterhin dafür ein, die Zivilklausel endlich in die Grundordnung der Universität einzuschreiben.

Neben unserem Engagement im AStA waren und sind Mitglieder unserer Gruppe in vielen Projekten und Initiativen außerhalb des AStA’s aktiv.

  • Menschen aus unserer Gruppe beteiligen sich an diversen Arbeitskreisen und studentischen Projekten wie dem Arbeitskreis Kritischer Jurist_innen (AKJ), dem AK Recht, dem Arbeitskreis kritische Psychologie, den kritischen Geograph_innen, dem Filmprojekt UTV oder dem Pupille-Kino. Daher unterstützen wir auch erneut die Kandidatur des AKJ am Fachbereich 01.
  • In unterschiedlichen Fachschaften und Fachgruppen haben wir uns mit den Problemen der einzelnen Fachbereiche beschäftigt und arbeiten gezielt an der Verbesserung der Studienbedingungen.

Wir wollen uns auch in Zukunft für die Studierenden einsetzen. Unsere Arbeit basiert dabei auf folgenden Schwerpunkten.

Transparenz und Mitbestimmung

Wir stehen für eine Politik, die die Studierenden ernst nimmt. Dazu gehört für uns Transparenz. Nur wer die Strukturen und Verfahren kennt, kann sich demokratisch beteiligen. Wir möchten die Öffentlichkeitsarbeit der studentischen Vertreter_innen ausbauen.

Diese Transparenz gilt für uns aber nicht nur für die Studierendenschaft, sondern auch und gerade für die universitären Gremien. Wir fordern den Abbau von Hierarchien, die Entmachtung des Präsidiums und des Hochschulrats zugunsten eines demokratischen Senats, in dem Studierende wirkliche Mitbestimmung erhalten sollen.

Auch an den Fachbereichen treten wir dafür ein, dass die Studierenden die Inhalte ihres Studiums mitbestimmen dürfen. Dafür ist ein Ausbau der demokratischen Rechte der Fachschaften notwendig. Nur so kann gewährleistet werden, dass kritische Inhalte, die sich gegen den Mainstream stellen, einen Platz im Studium erhalten.

Studentische Kultur

Wir wollen studentische Projekte aktiv fördern und sie aus der Position der Bittsteller um finanzielle Mittel herausholen. So viel gibt es schon, so viel mehr wäre möglich.

Gerade die studentischen Cafés stellen eine preiswerte und angenehmere Alternative zu den  Einrichtungen des Studentenwerks oder privater Anbieter dar. Hier finden Studierende Raum für Kreativität und Entspannung. Wir wollen bestehende Cafe’s stärker fördern und die Gründung neuer tatkräftig unterstützen.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass studentische Veranstaltungen wie das AStA-Sommerfest weiterhin von Studierenden selbst organisiert werden, um ihnen auch die Möglichkeit zu geben, selbst Einfluss auf die Ausgestaltung zu nehmen.

Wir unterstützen studentische Gruppen, die sich kritisch mit ihrem Studium auseinandersetzen und versuchen, dieses selbstbestimmt durchzuführen.

Lehramt

Obwohl die 6000 Lehramtsstudierenden die größte Gruppe an der Uni darstellen, haben sie kaum formelle Mitspracherechte. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Fachschaft endlich die Mitsprache bekommt, die andere Fachschaften schon lange (in viel zu geringem Maße) haben.

Campipolitik

Wir werden den endgültigen Umzug der Uni an den I.G.-Farben-Campus weiterhin kritisch begleiten. Wir werden dafür kämpfen, dass genügend Raum sowohl für Lehrveranstaltungen als auch für studentische Kultur vorhanden ist. Eine kommerzielle Nutzung der Räume, die es studentischen Gruppen verunmöglicht, Veranstaltungen durchzuführen, lehnen wir ab.

Eine Verbannung des neuen Studierendenhauses an den Rand des Campus‘ konnten wir nicht verhindern. Nun werden wir die Prozesse für den Neubau offensiv vorantreiben und einem weiteren Abbau studentischer Kultur und Selbstverwaltung entgegentreten.

Darum:

Liste 4 ins StuPa wählen!

FDH in den Fachbereichsrat und die Aktive Fachschaft in den Fachschaftsrat am Fachbereich 03!

AKJ in Fachschaftsrat und Fachbereichsrat am Fachbereich 01!

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2 Gedanken zu „Selbstdarstellung und Wahlprogramm 2013

  1. Pingback: PM: Neuer AStA-Vorstand gewählt, Haushalt verabschiedet – Linke Koalition nimmt Arbeit auf | Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule – FDH – Uni FFM

  2. Pingback: Wahlprogramm 2013 online | Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule – FDH – Uni FFM

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